Mögliche Indikationen zur SCS Behandlung

 

Failed Back Surgery Syndrom (FBSS):

Bei dem Failed Back Surgery Syndrom oder Postdiskektomiesyndrom handelt es sich um anhaltende Schmerzen nach wirbelsäulenchirurgischen Eingriffen oder neu aufgetretenen Schmerzen die durch die Operation bedingt sind.

 

Complexes regionales Schmerzsyndrom (CRPS I und II):

Das Complexe Regionale Schmerzsyndrom (früher: Morbus Sudeck) beschreibt einen Zustand nach einer Körperschädigung (z.B. Knochenbruch oder Operation) mit den Symptomen Schmerz, Entzündung, Schwellung, eingeschränkter Beweglichkeit, Änderung der Hautfarbe und –temperatur sowie Gefühlsstörungen der Haut. Die Ursache ist bis heute nicht gänzlich geklärt.

 

Nervenschmerzen in den Armen oder Beinen:

Nervenschmerzen (neuropathische Schmerzen) beschreiben Schmerzen, welche von den Nerven ausgehen, bedingt durch Verletzung (z.B. Operation, Bandscheibenvorfall), Entzündungen (z.B. Gürtelrose, Multiple Sklerose) oder Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) mit einem typischen Ausstrahlungsgebiet, Schmerzareal.

 

Rückenschmerzen:

Rückenschmerzen beschreiben einen schmerzhaften Zustand der Wirbelsäule unterschiedlichster Ursachen. Zum Beispiel nach einer Operation, Verletzung der Wirbelsäule, Bandscheibenvorfall, Spinalkanalstenose, Wirbelgleiten, Arthrose oder ohne erkennbare Ursache. Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzen in der Bevölkerung.

 

Postzosterneuralgie:

Die sogenannte Gürtelrose wird von dem Windpockenvirus Varizella Zoster verursacht. Nach einer Windpockenerkrankung verbleiben die Viren in den Nerven bestehen, jedoch inaktiv. Sie können reaktiviert werden bei einer Abwehrschwäche und bilden entsprechend den Nervenversorgungsgebieten Bläschen und in 10-15 % der Patienten bildet sich eine sogenannte Postzosterneuralgie mit brennenden, schneidenden, bohrenden Schmerzen aus.

 

Diabetische Polyneuropathie:

Die diabetische Polyneuropathie ist eine durch einen Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) bedingte Zerstörung der kleinen Nerven in den Händen und vor allem in den Füße. Diese Zerstörung kann zu starken Schmerzen in den betroffenen Gliedmaßen führen.

 

Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK):

Durch eine Verkalkung der Beinarterien kommt es zu einem verminderten Blutfluss in den Beinen und damit zu einem verminderten Sauerstoffangebot für die Muskulatur. Hierdurch entsteht die bekannte Schaufensterkrankheit (Claudicatio intermittens). Weiterhin kann es zu sog. Ulcerationen an den Beinen kommen, d.h. Verletzungen der Haut, welche schlecht heilen und fortschreiten. Schmerzen treten vor allem im Bereich der Waden auf und schränken die Patienten im Laufen weiter ein.

 

Angina pectoris:

Die häufigste Ursache der Angina pectoris (Engegefühl im Brustkorb) ist die Verengung der Herzkranzgefäße aufgrund von Verkalkungen. Dadurch kommt es zu einer Verminderung der Sauerstoffversorgung des Herzmuskels und somit zu einer schnellen Erschöpfung der Herzmuskulatur mit Verminderung des gesamten Kreislaufs. Die Patienten sind schnell erschöpft und nicht mehr belastbar. Man unterscheidet in ein stabile, Anfälle sind in Intensität und Auslösefaktoren konstant, und instabile Angina pectoris, hierbei gibt es häufigere Anfälle mit zunehmender Schwere sowie leichterer Auslösbarkeit durch externe Reize.